zurück Blog

3 Gründe, warum der Mittelstand mit einem mittelständischen Business Innovation/Transformation Partner arbeiten sollte

Sagen Sie nichts. Ich gebe zu, allein der Begriff „Business Innovation/Transformation Partner“ bedarf einiger Übung. Doch es lohnt, ihn sich einzuprägen. Warum? Er beschreibt eine neue Kategorie von IT-Dienstleistungsanbietern. Sie bilden die Antwort auf die aktuellen Herausforderungen von Unternehmen – und entgegen einiger Analystenmeinungen, meines Erachtens gerade im Mittelstand.

BITP: Was ist das?
In einer kürzlich erschienenen Studie prophezeien die Marktforscher von Lünendonk, dass Beratungs- und IT-Dienstleister zunehmend Projekte an der Schnittstelle von Business und IT übernehmen, und dies sehr weitgehend und ganzheitlich. Die optimalen Dienstleister für solche Projekte nennt Lünendonk Business Innovation/Transformation Partner (BITP). Sie verzahnen Management- und IT-Beratung, Systemrealisierung und -integration, den kompletten Betrieb von IT-Systemen und den Betrieb von Geschäftsprozessen (BPO). Der BITP steht also für einen sehr weitgehenden Ansatz. Für Lünendonk zählen vielleicht deshalb nur die „Großen“ unter den IT-Dienstleistungsanbietern mit mindestens einer Milliarde Euro Umsatz zu den BITP. Durch diese Definition bleibt die stärkste Innovationskraft in Deutschland, der Mittelstand, unberücksichtigt.

Ich sehe das anders. Die immer engere Verzahnung von IT und Business ist Alltag bei unseren mittelständischen Kunden und sollte entsprechend auch die Arbeit und das Angebot eines mittelständischen IT-Dienstleisters prägen.

Gerade der Mittelstand benötigt einen Partner für innovative IT
Im Mittelstand nicht anders als bei Großunternehmen bestimmen die IT-Prozesse immer stärker die Performance der Geschäftsprozesse. Abläufe werden kontinuierlich automatisiert und sind vom Einfluss neuer Technologien gekennzeichnet. Kurze Innovations- und Produktlebenszyklen erhöhen den Handlungsdruck. Kundenbedürfnisse ändern sich und erfordern den immer stärkeren Einsatz von internetbasierten Geschäftsmodellen. Auch der Mangel an projektspezifisch verfügbaren IT- und Fachspezialisten ist im Mittelstand genauso gravierend wie in Großunternehmen. Mehr noch: Der Mittelstand verfügt bei Weitem nicht über die personellen Ressourcen, die nötig wären, all diesen Herausforderungen zu begegnen. Kurz gesagt: Das mittelständische Unternehmen benötigt genau so einen Partner, wie ihn das BITP-Konzept beschreibt. Einen Partner, der beispielsweise auch standortübergreifend das Multi-Provider-Management übernimmt; also das Steuern der nicht strategischen Partner des Kundenunternehmens. Damit liegen Schnittstellen und Kommunikationshürden nicht mehr beim Kunden, sondern der BITP übernimmt hier eine Mitverantwortung.

Der Mittelstand tickt anders als die Großunternehmen – das sollten seine Dienstleister auch
Die Bedürfnisse des Mittelstands sind anders als die in Großunternehmen – und die Prozesse laufen anders. Meist versteht ein Service-Anbieter, der selbst aus dem Mittelstand kommt, viel besser, was ein mittelständischer Kunde braucht. Dienstleistungs-Konzerne sind für Konzernkunden aufgestellt und agieren entsprechend. Dem Mittelstand fehlt bei ihnen häufig das Verständnis für ihre Prozesse. Er wirtschaftet beispielsweise oft nachhaltiger – und erwartet dies auch von seinen Lieferanten und Partnern. Ein Mittelständler ist grundsätzlich gerne auf Augenhöhe mit dem Berater bzw. Dienstleister. Und er wird unter keinen Umständen „bei T-Systems eine Nummer ziehen“.

Der Mittelstand profitiert besonders vom BITP-Konzept
Laut Lünendonk liegt ein wesentlicher Vorteil der Beauftragung eines BITP mit seinem umfassenden Portfolio darin, dass für die Unternehmen das Partner-Netzwerk überschaubarer wird. Der Kunde gibt einzelne Projekte als Gesamtpaket ab und erhält eine „End-to-End-Betrachtung“ aller seiner Projekte. Dieser Vorteil zählt wiederum besonders im Mittelstand mit seinen engen Ressourcen.

Die Lehre aus dieser Betrachtung: Das Konzept des BITP als ein Partner, der für seine Kunden IT und Business innovativ verzahnt, gehört in den Mittelstand ebenso dringend wie in die Welt der Großunternehmen. Mittelständische IT-Dienstleistungsanbieter sollten sich entsprechend aufstellen, unsere Kunden sollten uns entsprechend fordern.

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (No Ratings Yet)
Loading...


Kommentarrichtlinien
Wenn Sie Kommentare auf dem Angebot hinterlassen, werden Daten wie bspw. IP-Adressen gespeichert. Dies geschieht zur Sicherheit der Anbieterin für den Fall, dass jemand im Bereich „Comments“ rechtlich unzulässige bzw. strafbare Inhalte hinterlässt (bspw. Beleidigungen etc.). Da die Anbieterin hier selbst in Anspruch genommen werden kann, ist sie an der Identität des Nutzers interessiert.

LESEN SIE AUCH

Enterprise Collaboration weitergedacht: das neue Skype for Business mehr
On Premise war gestern – das neue Arbeiten in der Cloud mehr
Ein Schwachstellenscan ist mehr als nur ein Scan mehr
Windows 10: Wie Sie die Datenschutz-Einstellungen ändern können mehr

AKTUELLE ARTIKEL

IT-Sicherheitsgesetz: Vage Verordnung oder konkrete Anweisung? mehr
Penetration Tester m/w mehr
IT-ServiceDesk Agent m/w mehr
On Premise war gestern – das neue Arbeiten in der Cloud mehr