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mod IT Blog Best Practice: So wird Software im Unternehmen verteilt

Best Practice: So wird Software im Unternehmen verteilt

Mit einem Datenträger und einer Liste voller Lizenznummern von Rechner zu Rechner wandern – so sieht in vielen Unternehmen die Software-Installation aus. Die Vorgehensweise ist dabei nicht anders als bei Privatanwendern: CD einlegen, Installation starten, Lizenznummer eintippen und warten.

In kleinen Unternehmen ist das hinnehmbar, aber bei 50 oder mehr Arbeitsplätzen wird die Verteilung einer neuen Software zum Marathon. Das manuelle Vorgehen ist wenig effizient und kostenträchtig: Erstens sind IT-Mitarbeiter ein paar Tage nur mit Installieren beschäftigt, zweitens steht jeder Arbeitsplatz während des Aufspielens der Anwendung für ein paar Stunden still.

Schnelle Installation über das Netzwerk

Viele Unternehmen nutzen deshalb spezielle Tools wie die mod ServiceSuite, mit der es unter anderem möglich ist, aus einem „Unternehmens-Shop“ – einem Self-Service Portal – Software durch den User selbstständig bestellen und sie anschließend auf sein Endgerät automatisch von einem zentralen Server installieren zu lassen.

Das Shop-Prinzip ermöglicht dabei eine entsprechende Benutzeroberfläche des zentralen Servers. Die Anwender im Unternehmen wählen dann aus einer vorgegebenen Liste die gewünschte Anwendung aus. Da in den meisten Fällen ein Lizenzmanagement notwendig ist und die Anwendungen nicht beliebig häufig installierbar sind, lässt sich der Bestellprozess durch ein Genehmigungsverfahren ergänzen.

Ein Beispiel: Auf allen Rechnern im Unternehmen soll die aktuelle Version von Microsoft Office verteilt werden. Nachdem der Anwender die Software über das Portal bestellt hat, wird die Anwendung kurze Zeit später auf seinem PC installiert. Um den User in seiner laufenden Arbeit nicht zu stören, hat er die Möglichkeit, den Installationsvorgang zeitlich zu verschieben, z. B. auf seine Mittagspause oder eine kurze Abwesenheit.

Normalerweise geschieht eine Softwareinstallation über das lokale Netzwerk (LAN) deutlich schneller als beim Einsatz eines externen Datenträgers, wie z. B. der CD-ROM. Damit die Softwareinstallationen auch auf Systemen an anderen, über WAN-angebundenen Unternehmensstandorten komfortabel laufen, werden sogenannte DepotServer installiert. Hierbei handelt es sich um Software-Archive, die für die Clients als Installationsquelle dienen. Der Vorteil ist, dass ein entsprechendes Softwarepaket nur einmal von dem zentralen Server über die WAN-Strecke auf den DepotServer kopiert wird. Von dort aus geschieht die Installation direkt vor Ort im LAN an die Clients.

Effizienzgewinn durch zentrales Patchmanagement

Neben der Installation neuer Software übernimmt der zentrale Server auch das Patchmanagement. Er versorgt alle angeschlossenen Rechner mit Updates und Patches, auch für das installierte Betriebssystem. Die entsprechenden Routinen auf den Arbeitsplatzgeräten werden über zentrale Gruppenrichtlinien gesteuert, sodass die Anwender ein System nicht manuell aktualisieren oder den Aktualisierungsprozess unterbinden können.

Der Installationsserver verbindet sich regelmäßig mit einem Server des Herstellers und lädt die neuesten Softwareaktualisierungen herunter. In den meisten Fällen werden Unternehmen sich dafür entscheiden, vor der Verteilung der Softwareupdates diese auf einem Testsystem auszuführen, um mögliche Probleme zu erkennen und zu beseitigen. Erst anschließend werden die genehmigten Aktualisierungen per ServiceSuite verteilt und auf den Clients installiert.

Die verteilte Software-Installation bedeutet für Unternehmen einen erheblichen Zeitgewinn gegenüber manueller Installation. Zwar gibt es auf Seiten der Admins einen gewissen Aufwand für die Verwaltung der Server und Repositories, doch dies wird durch die automatisierte Installation mehr als wettgemacht.

Zudem gibt es nur geringe Störungen im Betriebsablauf, da die Mitarbeiter den Installationszeitpunkt selbst wählen. Ein weiterer Vorteil folgt aus dem zentralen Patchmanagement. Da nur genehmigte Anwendungen installiert und alle bekannten Schwachstellen in den Systemen rasch geschlossen werden, verbessert sich die IT-Sicherheit im ganzen Unternehmen.

 

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Autor dieses Blog-Beitrags ist Reiner Deike, Systemberater und Teamleiter Workplace Backend bei mod IT Services. Wenn Sie sich für Workplace-Management-Lösungen und die mod ServiceSuite interessieren, steht Ihnen Markus Mönckemeyer, Mitglied der Geschäftsleitung, gern zur Verfügung.

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