mod IT Blog Daten werden zu einer strategischen Ressource

1. April 2014

Daten werden zu einer strategischen Ressource

Zunächst kommt es als neue Worthülse daher: Datability. Den Organisatoren der CeBIT, die Datability als Leitthema der Computermesse ausriefen, war es anscheinend besonders wichtig, dass irgendetwas mit „Data“ in ihrem Claim vorkommt. Die Bezeichnung „Big Data“ ist wohl schon zu etabliert, als dass sie den Hauch des nächsten großen Trends versprühen könnte.

Doch bei genauerem Hinsehen ist der Begriff Datability gut gewählt, verknüpft er doch Big Data mit den Möglichkeiten der nachhaltigen und verantwortungsvollen Datennutzung. Diese frische Betrachtungsweise bietet zudem die Gelegenheit, die oft kontroversen Diskussionen um die mühselige Bewältigung großer Datenmengen und Datenmissbrauch zu relativieren. Was ich sagen will: Große Datenmengen sind kein Problem, sie sind eine Chance.

Vorhandene Daten besser nutzen

Wer bei dem Gedanken an Big Data nun darüber nachdenkt, welche Daten er künftig sammeln will und welche Potenziale sich daraus ergeben, denkt einen Schritt zu weit. Bei unserem täglichen Umgang mit unseren mittelständischen Kunden stelle ich immer wieder fest, dass zwar Produktions-, ERP- und CRM-Systeme gut integriert sind. Die entstehenden Daten aus dieser Zusammenarbeit werden hingegen kaum genutzt.

Ein stark vereinfachtes Beispiel: Aufträge werden ganz klassisch in das ERP-System eingespeist – dies löst gewisse Bestell- und Produktionsprozesse aus. Das CRM-System stellt die Informationen über den Kunden, wie etwa Lieferadressen und Vertragskonditionen, bereit. Im Idealfall erhält der Kunde seine Lieferung pünktlich, ein beispielsweise vereinbarter Rabatt oder ähnliche individuelle Vereinbarungen, werden automatisch berücksichtigt. Alle sind zufrieden. Im Großen und Ganzen.

Doch aus den Daten, die bei solchen ganz alltäglichen Vorgängen entstehen, lassen sich weitere Erkenntnisse ziehen. Die Auswertung von Auftrags- und Produktionsdaten über mehrere Monate hinweg birgt sehr oft Optimierungspotenzial in den Prozessen. Schwachstellen bei der internen Kommunikation oder Integration werden sichtbar. Marketing und Vertrieb, Forschung und Entwicklung profitieren in besonderer Weise von der Analyse der CRM-Datensammlung. Trends und zyklisches Kaufverhalten lassen sich gut erkennen, es zeigt sich frühzeitig, in welche Richtung sich ganze Branchen entwickeln und was nötig ist, um hier Schritt zu halten. Im globalen Wettbewerb kann das aus meiner Sicht entscheidend sein.

Mit mehr Speicherplatz ist es nicht getan

Natürlich spielt eine passende IT-Lösung bei all der Datenanalyse die entscheidende Rolle. Die IT lediglich mit mehr Speicherplatz zu bestücken genügt nicht. Ich empfehle Ihnen, das Thema ganzheitlich anzugehen. Das mag zunächst abgedroschen klingen. Doch wenn Sie aus den Daten, die ihre zahlreichen Systeme erfassen, mehr herausholen wollen, müssen Sie prozessübergreifend denken. Fragen zur Datensicherheit und Datenintegrität, gerade wenn es um den Einsatz von Cloud-Infrastrukturen geht, verkomplizieren die Situation beliebig. Doch ich bin mir sicher, dass sich dieser Aufwand lohnt. Denn eine integrierte IT-Infrastruktur ist heute kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Die Daten Ihrer Produktion und Ihrer Kunden schon. Machen Sie etwas daraus!

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