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Der Lotse kennt das Ziel: Der Cloud Broker manövriert Unternehmen sicher über den Cloud-Ozean

Als IBM 1981 den ersten Personalcomputer auf den Markt brachte, gab es das Internet noch nicht. Bei meinen ersten beruflichen Stationen in einem Rechenzentrum und später bei einer Großversicherung in Hannover Anfang der 1980er spielte es noch keine Rolle. In den 1990er Jahren wurde die Welt dann miteinander verbunden: Das europäische Forschungszentrum CERN führte das World Wide Web ein. Damit setzte es zugleich den Startschuss für das Cloud Computing, da in dieser Zeit Multitenant-Architekturen – dauerhaft verfügbare Bandbreiten für hohe Geschwindigkeiten und universelle Standards für die Softwarekompatibilität – entwickelt wurden.

Doch den Weg des Cloud Computing bereiteten zunächst private Nutzer. Zu Beginn der 2000er-Jahre vermarktete der Online-Händler Amazon die riesigen Rechenleistungen, die sie nur im Weihnachtsgeschäft ausschöpften, als Amazon Web Services. In den folgenden Jahren machten die technologischen und digitalen Möglichkeiten wie Smartphones, Social Media und das Streamen von Musik und Videos das Cloud Computing populär – auch wenn vielleicht nicht jeder Nutzer den Begriff sofort mit seinen Diensten assoziierte. Aber auch Unternehmen begannen schließlich, die Vorteile der Cloud zu erkennen und ihre Geschäftsmodelle und ihr Angebot anzupassen.

Cloud Services wie Sand am Meer
Und wie sieht es heute aus, fast 15 Jahre später? „Mieten statt Kaufen“ ist das Motto vor allem der 2010+-Jahre. Immer mehr Dienste werden über die Cloud angeboten. Die Mehrheit der Cloud-Service-Anbieter ist jedoch auf nur einen Bereich spezialisiert: Der eine bietet CRM-Lösungen, der andere Projektmanagement. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, die benötigten Dienste von unterschiedlichen Anbietern zu beziehen: Sie müssen einerseits das passende Angebot auswählen, anderseits dieses mit ihren bestehenden IT-Infrastrukturen und Applikationen integrieren.

Der Lotse weist den Weg
Und genau hier wird die Rolle des Cloud Broker deutlich. Er sorgt dafür, dass die unterschiedlichen Systeme – aus der Cloud und On-Premise – miteinander kommunizieren können. Der Cloud Broker steht Unternehmen also zur Seite, damit eine Verbindung zwischen zwei oder mehreren Systemen erfolgen kann – und das unter Berücksichtigung aller zu beachtenden Sicherheitsanforderungen. Die Sicherheitsrisiken werden durch standardisierte Konnektoren minimiert, da somit eine einheitliche Authentifizierung und Zugriffskontrolle der Dienste besteht.

Ich glaube, dass vor allem der Mittelstand vom Cloud Brokerage profitieren kann. Unternehmen erhalten neben individuell angepassten Diensten und Kosten auch einen einheitlichen Support über alle Dienste hinweg. Die Bottomline: Das Cloud-Brokerage-System stimmt die spezifischen Kundenbedürfnisse in Bezug auf die Performance, Kosten, Sicherheit und weitere Kriterien mit den möglichen Services von Cloud-Computing-Anbietern ab. Dann erstellt und veröffentlicht der Cloud Service Broker den entsprechenden Dienst innerhalb der Cloud und stellt kontinuierlich sicher, dass die einzelnen Cloud Services einwandfrei zusammenarbeiten, um die vereinbarten Unternehmensziele zu erreichen.

Auch die Analysten von Gartner prognostizieren, dass Cloud Brokerage zu einem der wichtigsten Märkte des Cloud Computing werden wird. In diesem Sinne: Auf zu neuen Ufern. Ein Cloud Broker kann Zeit und Mühe auf der Suche nach und bei der Implementierung der besten Cloud Services ersparen.

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