4. April 2018

Digitale Transformation im Mittelstand beherzt anpacken

Während große Unternehmen ihre IT regelmäßig aufrüsten und die Geschäftsmodelle vieler Start-ups auf hochtechnisierten Systemlösungen beruhen, hält die digitale Transformation nur schleppend Einzug in mittelständische Betriebe. Deren Kapazitäten sind mit bis zu 50 Millionen Euro Jahresumsatz und 499 Mitarbeitern (so definiert die IfM Bonn den Mittelstand) finanziell und personell begrenzt. Dennoch haben sie in den letzten Jahren erkannt, dass nur eine konsequente Digitalisierung ihre Wettbewerbsfähigkeit auf lange Sicht sicherstellt.

Digitale Transformation als Schlagwort

Begriffe wie Digitalisierung und digitale Transformation, auch unter der Bezeichnung digitaler Wandel bekannt, sind derzeit in aller Munde. Es besteht jedoch eine große Unklarheit über deren konkrete Bedeutung, weshalb zunächst eine Abgrenzung vorgenommen werden soll: Unter Digitalisierung versteht man die Übertragung analoger Produkte und Dienstleistungen in digitale Formate. Bei der digitalen Transformation handelt es sich dagegen um gesellschaftliche Veränderungen durch Informationstechnologien, die unterschiedliche Prozesse miteinander verknüpfen. In Unternehmen kommen diese in den Bereichen Datenverarbeitung, Automatisierung, Vernetzung und Kundenzugang zum Tragen. Die Faktoren Mitarbeiterzahl und Umsatz üben allerdings keinen signifikanten Einfluss auf deren digitalen Reifegrad aus, wie die Studie „Die richtige Organisation zur digitalen Transformation“ der Unternehmensberatung Kienbaum für den Bayerischen Unternehmensverband Metall und Elektro von 2017 ergeben hat. Der Mittelstand ist damit bei der digitalen Transformation gegenüber Konzernen nicht automatisch im Nachteil.

Voraussetzungen im eigenen Unternehmen schaffen

Da Technologien einer ständigen Entwicklung unterworfen sind, müssen Mittelständler die digitale Transformation in eigener Sache als langfristige Aufgabe begreifen. Um zu wissen, in welchen Bereichen die Stärken und Schwächen ihres digitalen Geschäftsmodells liegen, empfiehlt sich im ersten Schritt ein Digital Measurement Assessment. Darauf aufbauend gilt es, eine Strategie mit Maßnahmen samt Priorisierung, Finanzbudget, Verantwortlichkeiten und Zeitrahmen unter Berücksichtigung des Ist-Zustands sowie absehbaren technologischen Trends zu erstellen. Zur Gewährleistung einer stringenten Umsetzung kommt dem Geschäftsführer die Rolle des Initiators und Moderators zu, wofür er allerdings ein Grundverständnis für digitale Technologien benötigt. Viele Firmen betrauen mit der Durchführung der einzelnen Vorhaben auch einen Chief Digital Officer (CDO). Das Fundament bildet dennoch eine digital kompetente Belegschaft. Nur dadurch kann die Unternehmensleitung stets die innovativsten Tools einsetzen. Letzten Endes dürfen diese jedoch kein Selbstzweck sein, sondern nur Bereiche erfassen, in denen sie zu einem Mehrwert in Form von geringeren Kosten, schnelleren Abläufen oder besseren Services führen.

Technologische Herausforderungen meistern

Zur erfolgreichen Bewältigung der digitalen Transformation eignet sich die bestehende Software-Infrastruktur vieler mittelständischer Betriebe aus Sicherheits-, Lizenz- und technischen Gründen meistens nur bedingt. Dies bezeugt auch die Studie „Digitalisierungsindex Mittelstand“ von Techconsult, die im Auftrag der Telekom durchgeführt wurde. Deutsche Unternehmen erreichten dort in Sachen digitale Transformation nur durchschnittlich 52 von 100 möglichen Punkten. Es gibt also Nachholbedarf.

Aufgrund der Komplexität digitaler Prozesse empfiehlt sich für die Mittelständler die Beauftragung externer IT-Dienstleister, die auf das Management dieser Prozesse spezialisiert sind. Auch wir, die mod IT Services, gehören dazu.

Wie machen wir das mit der digitalen Erneuerung im Mittelstand? Neben einem breiten Leistungsportfolio rund um das Workplace Management und die Sicherheit der IT-Infrastruktur legen wir ein besonderes Augenmerk darauf, auf Augenhöhe mit den Unternehmen zu kommunizieren und ihre individuellen Bedürfnisse einzugehen. Denn: Kaum etwas ist für Mittelständler schwerer zu ertragen, als eine Behandlung am Fließband seitens ihrer Dienstleister. Wer aber das Vertrauen der Mittelständler durch eine persönliche, unkomplizierte und ehrliche Kommunikation sowie einem hohen Verständnis für ihr Unternehmen gewinnt, kann in aller Regel auf eine langfristige, fruchtbare Partnerschaft zählen. Diese erlaubt es dem Dienstleister im Endeffekt, das Unternehmen des Kunden digital zu transformieren und so für die Zukunft zu rüsten.

Wir glauben außerdem, dass Digitalisierungsprozesse mit dem höchsten Grad an Automatisierung einhergehen müssen. Durch eine starke Automatisierung kann sogar ein solch tiefgreifender Eingriff wie ein Rollout so geräuschlos verlaufen, dass die Mitarbeiter praktisch nichts davon bemerken.

Fazit: Digitale Transformation einfach machen

Bei der digitalen Transformation des deutschen Mittelstandes besteht kein Erkenntnis-, sondern ein Handlungsproblem. Sobald unternehmensintern alle Ausgangsbedingungen hergestellt sind, können mit geeigneten Technologien die Firmenstrukturen und Geschäftsmodelle digitalisiert werden. Um dieses Technologien erfolgreich einzuführen, sind insbesondere die IT-Dienstleister geeignet, die sich durch eine individuelle Beratung und einer persönlichen Kommunikation auszeichnen. Dies schafft die Grundlage für eine Partnerschaft, die erfolgreich zum Ziel führt: der digitalen Transformation.

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