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Es ist angerichtet – Tablets im Test

Immer häufiger finden Tablets ihre Anwender im professionellen Bereich. Als mit dem iPad im April 2010 das erste Gerät dieser neuen Kategorie vorgestellt wurde, war die Nutzung im beruflichen Umfeld zwar schon angedacht. Aber die Umsetzung in Apps und nicht zuletzt die unzureichende Leistung der ersten Generationen machte die Geräte für Profis nicht besonders interessant.

Während Apple trotz der Vorstellung des iPad Pro mit seiner Produktfamilie etwas auf der Stelle tritt, zeigt sich bei Microsoft viel Betriebsamkeit in Sachen Tablet. Windows hat auch auf mobilen Geräten deutlich aufgeholt und schafft eine attraktive Grundlage für den professionellen Einsatz. Es gibt also gute Gründe, einige interessante Produkte zu testen. Wir haben das Surface 3 und das Surface Pro 4 von Microsoft sowie das Venue 11 Pro von Dell im Hinblick auf den praktischen Einsatz im Unternehmen untersucht. Alle Geräte sind sehr gut verarbeitet. Das Aluminiumgehäuse des Surface wirkt hochwertig, das Venue setzt mit dem Metallrahmen attraktive Akzente. Die Übergänge zu den Displayoberflächen aus Glas sind nahtlos gestaltet.

Das Surface 3 und die Pro 4-Variante unterscheiden sich durch die Größe und Auflösung des Bildschirms. Das kleinere Surface 3 ist mit einem Atom-x7-Prozessor ausgestattet, der zwar keine rechenintensiven Operationen zulässt, im normalen Einsatz mit Standardanwendungen aber erstaunlich zügig arbeitet. Das Surface Pro 4 bietet auf dem 12,3-Zoll-Display ein beeindruckend gutes Bild mit einer Auflösung von 2736 × 1824 Bildpunkten. Das Venue 11 Pro mit seinem 10,8-Zoll-Display ist mit dem Surface 3 vergleichbar, bietet aber mehr Flexibilität beim mobilen Arbeiten als die Geräte von Microsoft.

Verbindungen und Kommunikation

Die Surface-Modelle verfügen nur über WLAN-Konnektivität. Über eine kommende LTE-Version für das Surface Pro 4 gibt es bislang keine Informationen. Das Venue 11 Pro ist hingegen mit einem LTE-Modul für den mobilen Einsatz erhältlich. Alle Geräte verfügen über Anschlüsse für USB, MicroSD-Karten und einen Mini Display Port zum Anschluss externer Monitore oder Beamer. Eine Besonderheit ist beim Surface Pro die Eingabe per Stift, der im Lieferumfang enthalten ist. Wird der Stift aktiviert, öffnet sich sofort die OneNote-App auf dem Gerät und Notizen können sofort erfasst werden.

Tastaturen: Es geht nicht ohne

Echte Begleiter im Geschäftsalltag sind alle drei Tablets allerdings nur mit einer Tastatur, die jeweils als Zubehör erhältlich ist. Sie dient praktischerweise auch als Cover zum Schutz der Displays. Der Tastaturanschlag aller Lösungen ist aufgrund der geringen Bauhöhe am Anfang gewöhnungsbedürftig. Die Tastaturen werden magnetisch mit den Tablets verbunden, was auf dem Tisch sehr gut funktioniert. Ist man aber unterwegs, sollte man auf die Bildschirmtastatur zurückgreifen. Bei Dell verfügt die Tastatur über einen integrierten Akku, der die Akkulaufzeit des Venue 11 Pro um bis zu drei Stunden erhöht.

Speicher

Die Kapazitäten der Festplatten reichen bei Microsoft von 64 bis 128 Gigabyte beim Surface 3 und bis zu 512 Gigabyte beim Surface Pro 4. Dell bietet Versionen mit bis zu 256 Gigabyte an. Über MicroSD kann der Speicherplatz noch erweitert werden.

Fazit

Notebook oder Tablet? Angesichts dieser drei Geräte stellt sich die Frage höchstens aufgrund des Preises. Die Tablets bieten im mobilen Einsatz mehr Flexibilität. Ob Surface 3, Surface Pro 4 oder Venue 11 Pro: Die Geräte unterscheiden sich eher in der Verarbeitung und Optik. Das Surface Pro 4 liefert mehr Leistung, aber auch mehr Gewicht. Das Venue 11 Pro überzeugt durch größere Auswahl an Konfigurationen. Für den Einsatz im Unternehmen eignen sich alle drei Geräte. Neue Akzente setzt sicherlich auch das neue Surface Book von Microsoft, das im Hinblick auf Leistung und Anwendungsvielfalt zweifelsohne die Messlatte bei professionellen Tablets höher legen wird.

 

Die Windows-10-Editionen im Überblick

Eigenschaften Surface 3 Surface Pro 4 Venue 11 Pro
7000er Serie
Display Full HD 10,8“ Full HD 12,0“ Full HD 10,8“
maximale Auflösung 1920 × 1280 2.736 × 1.824 1.920 × 1.080
Prozessor Intel® Atom™-x7-Prozessor Intel Core i7 Intel® Core™ M vPro 5Y70 Prozessor
Akkulaufzeit bis zu 10 Stunden bis zu 9 Stunden bis zu 10 Stunden
Gewicht 622 g 786 g 771,5 g
Mobile Broadband nein nein ja
Kamera integrierte 3.5 MegaPixel vorn, 8 MegaPixel hinten integrierte 5 MegaPixel vorn, 5 MegaPixel hinten integrierte 2 MegaPixel vorn, 8 MegaPixel hinten
RAM maximal 4 GB maximal 16 GB maximal 8 GB
Festplatte maximal 128 GB maximal 512 GB 256 GB
Preis ohne Zubehör
im Vollausbau
605,00 € 2.499,00 € 980,00 €
Preis in Vergleichbarer Konfiguration (Intel Prozessor, 4 GB RAM, 128 GB SSD) 605,00 € 1.099,00 € 855,00 €

 

Erst im nächsten Jahr in Deutschland – Das Surface Book von Microsoft

Die Fachleute sind sich einig. Das neue Surface Book ist ein klarer Konkurrent für Apple. Als Laptop und Tablet setzt sich das Gerät von Microsoft in einigen Features vor die Firma aus Cupertino. Mehr Leistung, höhere Performance und hochwertige Verarbeitung des neuen Flagschiffs haben so große Begeisterung ausgelöst, dass das Surface Book in den USA bereits ausverkauft ist. Der Start in Deutschland ist nun auf das erste Quartal 2016 verschoben worden. Dennoch ist das für das erste eigene Laptop-Produkt von Microsoft zweifelsohne ein guter Einstieg in einen Markt, der dringend neue Impulse braucht.

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