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Mit Sicherheit in Richtung Cloud: Lutz Kolmey über aktuelle Trends vom Cloud Ecosystem Winter Summit 2015

Lutz Kolmey, Senior IT-Managementberater bei mod IT Services, nahm am diesjährigen Winter Summit des Cloud-EcoSystem e. V. im Januar teil. Seine Eindrücke teilt er nicht nur vor der Kamera für YouTube. Was die Branche derzeit bewegt und was Unternehmen von ihren Cloud-Anbietern erwarten können, schildert er im Interview.

 

Was zog Sie dieses Jahr zum Winter Summit der Cloud-Computing-Branche?

Der Winter Summit ist eine gute Gelegenheit, aktuelle Markttrends und Konzepte zu diskutieren. Hier trifft sich sozusagen das „Who is who“ der Branche. In diesem Jahr nahmen circa 200 Gäste teil, überwiegend Anbieter von Cloud Services und -Produkten. Der Veranstalter, der Cloud-EcoSystem e. V., ist ein aus der IT-Branche hervorgegangener Zusammenschluss von Unternehmen und Experten. Er erhebt den Anspruch, Nachfrage nach Cloud-Lösungen zu erzeugen, die Qualität der Mitglieder im Markt hervorzuheben und das Networking aktiv auszubauen.

Welches Thema beherrschte dieses Jahr die Veranstaltung?

Viele mittelständische Unternehmen sind hinsichtlich der Datenschutz-Frage und der Sicherheit von Cloud-Produkten verunsichert. Die Einführung zertifizierter, geprüfter Cloud-Produkte mit hohen Sicherheits- und Qualitätsstandards war deshalb ein wichtiges Thema. Im November 2014 hat der Cloud-EcoSystem e. V. hierzu die German Businesscloud an den Start gebracht, ein Portal mit geprüften Produkten. Alle Angebote in dieser Cloud werden nach strengen Qualitätsrichtlinien, die der Verein ausgearbeitet hat, durchleuchtet. Erfüllt ein Produkt diese Kriterien, bekommt es das Qualitätssiegel „Trust in Cloud“. Und es gibt eine Zertifizierung für Berater, das heißt, Cloud-Experten mit ausgewiesenen Kompetenzen in genau diesem Fachgebiet. Diese Zertifikate wurden auf der Veranstaltung offiziell vergeben.

Das klingt nach einem Trend zur Standardisierung. Welche weiteren Entwicklungen gibt es?

Der besondere Fokus – auch vieler Gespräche abseits des Vortragssaals – lag auf der Frage der Integration von Cloud-Angeboten, also der Verbindung von Standard-Cloud-Technologien, Software-Produkten und On-Premise-Landschaften. Mittelständische Unternehmen verfügen bereits über eine gewachsene IT-Infrastruktur und Applikationslandschaft, wir fangen ja nicht auf einer grünen Wiese an. Diese Verbindung zwischen Cloud-Szenarien – also Standard-Szenarien – und vorhandenen Applikationen, das ist ein Architekturmodell, das momentan besondere Betrachtung verdient. Parallel dazu werden entsprechende Maßnahmen entwickelt, um einen hohen Sicherheitsstandard zu gewährleisten.

Welche Rolle spielte das Thema „Cloud Service Brokerage“ beim Winter Summit?

Davon wurde häufig gesprochen, auch im Zusammenhang der Wandlung der Systemhäuser und -integratoren vom Produktanbieter zum Lösungsanbieter. mod IT Services tritt selbst als Cloud Service Broker auf und bietet Services zur Integration von Cloud-Diensten mittels standardisierter Vorgehensmodelle an. mod hat die Praxis-Erfahrung aus zahlreichen Projekten in dem Bereich: von der Analyse der Machbarkeit, die Cloud einzusetzen, bis hin zum betriebsbegleitenden Service. Während der Veranstaltung entstand eine rege Podiumsdiskussion unter der Beteiligung von mod IT Services, um der Frage nachzugehen, wie IT-Dienstleister diese Service-Konzepte und Wandlung zum Lösungsanbieter im besten Falle umsetzen sollten. Hierfür ist ein Umdenken in den Bereichen Vertrieb, Consulting und Operations erforderlich. Vergleichbare Produkte „von der Stange“ werden in der Cloud-Technologie und bezüglich Portal-Lösungen nicht mehr möglich sein. Vielmehr wird es zukünftig um Services gehen, die den Kunden individuell sowohl bei der Analyse im Vorfeld als auch während der Einführung und des Betriebs begleiten.

 

Einige Impressionen der Veranstaltung hielt der Cloud Ecosystem e. V. mit der Kamera fest. Machen Sie sich ein Bild! Ab der Minute 03:51 kommentiert Lutz Kolmey die Veranstaltung.

 

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