20. Januar 2014

Neue Legislaturperiode – Das IT-Sicherheitsgesetz kommt

Mit den neusten NSA-Enthüllungen und internationalen Datenskandalen rückt die Datensicherheit auch bei der Politik in den Fokus. Schon während der Koalitionsverhandlungen arbeitete das Bundesinnenministerium an neuen Eckpunkten für ein IT-Sicherheitsgesetz. Betreiber kritischer Infrastrukturen, Internetprovider sowie Betreiber von Websites sollen ihre Sicherheitsmaßnahmen verbessern und erweiterte Meldepflichten bei IT-Sicherheitsvorfällen auferlegt bekommen.

Der Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD enthält nun entsprechende Absichtserklärungen. So ist festgelegt, das IT-Sicherheitsgesetz solle die „Verpflichtung zur Meldung erheblicher IT-Sicherheitsvorfälle“ enthalten. Die genaue Auslegung dieser Vorfälle bleibt jedoch offen. Darüber hinaus sollen laut Koalitionsvertrag verbindliche Mindestanforderungen der IT-Sicherheit für die kritischen Infrastrukturen im Gesetz enthalten sein. Die Politik entdeckt also die digitale Welt. Allerdings beginnt die neue Regierung recht unklar. So ist für die IT-Sicherheit nicht der neue Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt, zuständig, sondern weiterhin das Bundesinnenministerium unter Thomas de Maizière. Mit Fragen des Datenschutzes und der Verbraucherrechte im Netz ist hingegen das Justizministerium betraut. Naturgemäß kann ein Koalitionsvertrag den Inhalt von geplanten Gesetzen nicht vorwegnehmen. Es ist jedoch anzunehmen, dass mit den Vorhaben der neuen Bundesregierung mehr Regulierung und eine zunehmende Bürokratisierung einhergehen werden. Dies wird sich zweifellos auf die IT-Betriebskosten auswirken.

Wenn Ihnen dieser Artikel gefällt, sagen Sie es weiter!
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (No Ratings Yet)
Loading...

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.


Kommentarrichtlinien
Wenn Sie Kommentare auf dem Angebot hinterlassen, werden Daten wie bspw. IP-Adressen gespeichert. Dies geschieht zur Sicherheit der Anbieterin für den Fall, dass jemand im Bereich „Comments“ rechtlich unzulässige bzw. strafbare Inhalte hinterlässt (bspw. Beleidigungen etc.). Da die Anbieterin hier selbst in Anspruch genommen werden kann, ist sie an der Identität des Nutzers interessiert.

LESEN SIE AUCH

mod IT Blog Wann hatten Sie Ihre letzte Datenpanne

Wann hatten Sie Ihre letzte Datenpanne?

Können Unternehmen Informationssicherheit proaktiv betreiben? Ja, sie können. Ein gutes Schwachstellenmanagement erkennt Risiken, bevor sie eintreten (z.B. die Ransomware WannaCry oder Petya). Dirk Größer beschreibt in diesem Gastbeitrag, wie sich Schwachstellenmanagement in ein Informationssicherheitsmanagementsystem (kurz […]

weiterlesen
Ein Schwachstellenscan ist mehr als nur ein Scan weiterlesen
Digitalisierung und die Zukunft des Mittelstands weiterlesen
Wissen, wie Cyberkriminelle agieren: Mitarbeiter-Coaching gehört zum effektiven IT-Schutz dazu weiterlesen
Metasploit. Einen Schritt voraus, oder besser zwei! weiterlesen

AKTUELLE ARTIKEL

Desktop Engineer – Schwerpunkt MATRIX42 Empirum (m/w/d)

  Für unsere Standorte in Einbeck, Hannover oder Kassel suchen wir schnellstmöglich:   Ihr neuer Job: Softwarepaketierung und -verteilung mit Matrix42® Empirum: Installation und Einrichtung der Managementlösung, Administration der Backend-Systeme und Infrastrukturen, Durchführung von Kundenprojekten Administration von zentralen […]

weiterlesen
mod IT Services mit neuer Führungsspitze weiterlesen
10.01.2019 – Gute Karten beim Provider-Management weiterlesen
06.02.2018–16 Unternehmen in Göttingen und Northeim top — aber Personalnot droht weiterlesen
Wir übertragen unseren Mitarbeitern Verantwortung weiterlesen