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Virtualisieren mit Hyper-V v3

Mit dem Anfang September veröffentlichten Windows Server 2012 hat Microsoft seine Servervariante zu Windows 8 bereitgestellt und den Virtualisierungsdienst Hyper-V in der neuen Version 3 freigegeben. Hyper-V v3 ist als Rolle in den Windwos Server 2012 Versionen Standard und Datacenter enthalten.

 

Standard

In der Standard Server Lizenz sind automatisch zwei Lizenzen für Virtuelle Windows Instanzen enthalten. Somit können mit einer Lizenz insgesamt drei Server bereitgestellt werden. Hierdurch eignet sich diese Version ideal für kleine Standorte, an denen lokal nur eine geringe Anzahl von Diensten wie Printserver, DHCP/DNS Server oder Fileshares verfügbar sein sollen. Durch Kombination von mehreren Standardlizenzen kann die Anzahl der virtuellen Server 2012 Maschinen erhöht werden. Andere Betriebssysteme wie virtuelle Windows 7 oder 8 Instanzen oder Linux Server können jedoch beliebig ausgeführt werden, valide Betriebssystemlizenzen vorausgesetzt.

 

Datacenter

Im Gegensatz zu der Standard Lizenz können mit der Datacenter Version von Windows Server 2012 beliebig viele Virtuelle Instanzen auf einer Hardware ausgeführt werden, begrenzt allein durch die vorhandene Hardware wie CPU Leistung oder Arbeitsspeicher. Hierdurch eignet sich diese Version ideal für große Standorte oder zentrale Rechenzentren.

 

Neuerungen im Überblick

Die Hyper-V Rolle ist kostenlos in den Versionen Windows Server 2012 Standard und Datacenter, sowie in Windows 8 integriert. Als Hyper-V Server 2012 ist er auch als Standalone ohne grafische Oberfläche kostenlos erhältlich und bietet alle Funktionen der Hyper-V Rolle an. Hierzu zählen neben der Live Migration, Nutzung von SMB 3 als Storage und vor allem die Replikation von VMs und Storage.

 

Live Migration

Migrationen zu anderen Systemen sind jetzt auch ohne teure und aufwendige Clustersysteme möglich. Verschieben Sie virtuelle Instanzen während des Livebetriebes, von einem Host zu einem anderen Host ohne dabei laufende Prozesse wie Arbeiten an einem File- oder Printserver zu unterbrechen.

 

Unterstützung von SMB 3.0 Freigaben

Für kleinere Virtualisierungsumgebungen stehen ab sofort SMB 3.0 Freigaben zur Verfügung. Diese ermöglichen es, virtuelle Datenträger direkt auf einer Freigabe anzulegen. Der Anwender kann somit die Datenträger im Netzwerk bereitstellen, ohne Einsatz von teuren Fibre-Channel oder iSCSI-Systemen.

 

Replizierung

Mit dem neuen Feature der Replizierung können Daten asynchron auf andere Server und Storage Systeme gespiegelt werden, beispielsweise in einem anderen Rechenzentrum, beim Dienstleister oder in der Cloud. Dadurch lassen sich im Notfall Server und Daten an einem anderen Standort kurzfristig wieder bereitstellen.

 

Zusätzlich enthält Hyper-V v3 Zahlreiche weitere Neuerungen

  • Erweiterung der NUMA Funktion, um den Arbeitsspeicher des Hosts optimal für die virtuellen Maschinen auszunutzen und mehr Speicher für die Gastsysteme bereitzustellen.
  • Einführung des neuen Virtuellen Festplattenformates VHDX, mit einer Unterstützung bis zu 64 TB.
  • Hyper-V Module für PowerShell.
  • Unterstützung zur Virtualisierung von Domain-Controllern und Exchangeservern.
  • Virtueller Fibre Channel: Ermöglicht dem Gastsystem, auf dem ein virtuelles System läuft, eine direkte Verbindung mit dem Fibre Channel-Speicher.
  • Bessere Integration in die System Center 2012 Umgebung

Mit der neuen Hyper-V v3 Version unterstützt Microsoft nun Hardwarekonfigurationen mit bis zu 4 TB Hauptspeicher und 320 logische Prozessoren in der 64 Bit Version. Für die Virtuellen Maschinen sind nun maximal 1 TB Hauptspeicher und bis zu 64 virtuelle Prozessoren pro System möglich.

 

Virtualisieren mit Windows 8

Microsoft bietet auch in Windows 8 die Möglichkeit an, mit Hyper-V v3 zu arbeiten. Die Aktivierung erfolgt unter Programme & Funktionen und ist in den Windows Versionen Professional und Enterprise verfügbar. Somit ist es auch möglich auf Clientebene Virtuelle Maschinen zu installieren und auszuführen. Voraussetzung für diese Technik ist jedoch, dass der Client auf dem Hyper-V ausgeführt wird, AMD V- oder Intel VT-Technologien unterstützt und diese auch aktiviert sind.

 

mod als Microsoft Gold Partner setzt den Hyper-V v3 bereits bei zahlreichen Kunden als Virtualisierer und alternative zu VMware vSphere ein. Intern sind bereits alle Testumgebungen mit Erscheinen der neuen Version im September auf Hyper-V v3 umgestellt worden. Ebenso hat mod durch interne Schulungen bereits im Dezember 2012 alle mod Microsoft Consultants auf die Neuerungen vorbereitet und sind stolz, dass einige Mitarbeiter folgende Zertifikate erworben haben:

  • 2 x MCSA Server 2012
  • 1 x MCSE Server Infrastructure 2012
  • 2 x MCSE Private Cloud

Sparen Sie Ressourcen und machen Sie Ihre IT zukunftssicher mit Hilfe von Virtualisierungstechniken von Microsoft. Unsere Experten stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite. Sprechen Sie uns an!

 

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